Verein zur gesellschaftlichen Integration
von Zuwanderern

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zu Hause e.V. sucht interessierte Partner und Vereine

Der Leipziger Verein zu Hause e.V. zur gesellschaftlichen Integration von Zuwanderern veröffentlichte 2008 das Buch „Jetzt sind wir hier - Gespräche mit Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion“. Dieses über 300 Seiten umfassende Werk beleuchtet das Schicksal von Russlanddeutschen und ihre Geschichte. Die im Buch interviewten Zuwanderer reflektieren die historischen Hintergründe und berichten über politische Machstrukturen in Russland.

So erfährt der Leser, dass die russische Zarin Katharina die Große, als sie am 22. Juli 1763 das Manifest zur Ansiedlung von deutschen Bauern an der Wolga verabschiedete und ihnen Religionsfreiheit, Steuerfreiheit und das Verfügungsrecht über ihr Land versprach, den eigentlichen Grundstein für das Leben der Russlanddeutschen schuf. Schon im ersten eisigen Winter verloren unzählige Neuankömmlinge ihr Leben. Doch auch in den folgenden Jahrhunderten blieben die Lebensbedingungen für die ausgewanderten Deutschen mitunter hart: Nach der Oktoberrevolution 1917 waren sie Freiwild für machtbesessene Kommunisten, später generalverdächtige Kulaken für argwöhnische Stalinisten und bis heute die Faschisten aus Deutschland. Die Geschichte der Russlanddeutschen ist geprägt von Leid, Vertreibung und Not. Heute - zu Hause in ihrer ursprünglichen Heimat - warten jedoch neue Sorgen auf sie: Sprachbarrieren, Ausgrenzung, Hürden der Bürokratie und durch rechte Politik geschürter Hass auf alles Fremde.

Das Spektrum der Erfahrungsberichte ist fast endlos, die Schilderungen ergreifend und tragen zum besseren Verständnis der Zuwanderer bei. „Jetzt sind wir hier“ eröffnet neue Sichtweisen, macht betroffen und baut Vorurteile ab. Es ist ein wahrer Schatz an Menschlichkeit und sollte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Denn kaum ein Geschichtsbuch eröffnet so viele Informationen über Kultur, Historie und gesellschaftliche Strukturen in den ehemaligen Sowjetrepubliken.

Deswegen ist der Verein zu Hause e.V. auf der Suche nach Schulen, Vereinen, Gesellschaften oder Interessensgruppen, denen man das Buch vorstellt, mit ihnen ins Gespräch kommt und kooperieren kann. Weil die Geschichte lebendig ist und man aus ihr lernen muss. Die Mitarbeiter von zu Hause e.V., die an der Herstellung des Buches beteiligt waren, kommen gerne zu Ihnen und lesen aus dem Buch, geben Informationen und regen die Diskussion an. Gegebenenfalls können einige Ausleihexemplare zur Verfügung gestellt werden.

Bitte helfen Sie uns, die Geschichte lebendig zu gestalten. Welche Einrichtung oder welche Schule bzw. welcher Verein hat Interesse an einer fruchtbaren Zusammenarbeit?

Dieses Projekt wird gefördert durch die ARGE Leipzig.


Dazu unsere Mitarbeiter zu Gast bei Radio Blau:



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